Erstmal tief durchatmen.

Hallo Abenteuer Leben. Mein letzter Blogbeitrag ist schon ein paar Wochen her und ich melde mich mit einem persönlichen Update zurück. Spannend wie das aktuelle Jahr für mich schon wieder seinen Lauf nimmt und das Leben von einem auf den anderen Moment eine totale Veränderung bedeutet. Die letzten Wochen hatte ich nicht viel Zeit für meinen Blog und auch weniger Muße, wenig Schlaf übrigens auch. Manchmal sind die Lebensumstände nicht die einfachsten und hauen einen aus der Bahn. Ich persönlich fühlte mich oft gestresst, sehr unglücklich und teilweise verzweifelt, auch wenn ich immer alles positiv sehen möchte. Nichtsdestotrotz, das Leben geht weiter.

An dieser Stelle möchte ich mich bei all jenen bedanken, die mir in den letzten Wochen so konsequent beigestanden haben und für mich da waren. Ohne Freunde wären so manche Dinge im Abenteuer Leben einfach nicht möglich.

Wünsche

Lebenseinstellungen und Wünsche sind ganz wichtige Punkte, welche jeder für sich treffen sollte. Durch München habe ich gelernt, dass es mir wichtig ist, viel draußen zu sein, zu atmen, Sport zu treiben und vor allem Menschen um mich herum zu haben. Kommunikativ war ich schon immer, aber durch Arbeit und Fernbeziehung hatte ich in der Vergangenheit oft wenig Zeit. Ein Grund warum mein Bekannten- und Freundeskreis immer mehr schrumpfte. Erst mit dem Umzug nach München vor vier Jahren, fand ich wieder einen Weg zu mir selbst und zu dem was mir wirklich wichtig ist. Glücklich zu sein, bedeutet für mich sicher nicht 12-Stunden-Arbeitstage zu managen und vornehmlich nach beruflichem Erfolg zu streben. Für mich bedeutet das nicht das Glück auf Erden. Ich mag es, meine Arbeit gut zu erledigen und auch Ziele zu erreichen, aber mit Work-Life-Balance bitte. Kraft tanken tue ich mittlerweile in der Natur, beim Ausprobieren meiner eigenen Grenzen und mit Freunden. Gewisse Auszeiten schaffen, das macht für mich mehr Sinn.

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Freunde sind wieder ein wichtiger Bestandteil in meinem Leben geworden. Geben, helfen, reden und einfach mal nur in den Arm nehmen oder genommen werden, Dinge die mir wahnsinnig viel Kraft in den letzten Wochen gegeben haben.

Was ist passiert?

Nun ja kurz und knapp: Hinter mir liegt eine Trennung. Für mich brach erst mal wieder eine Welt zusammen. 2017 der Jobverlust und nun meine Beziehung und der Grund meines Umzuges nach München. Ich habe mir viele Gedanken gemacht, Tränen vergossen, viele schlaflose Nächte hinter mir und die Frage: Soll ich meine Einstellung ändern oder soll ich nicht? Will ich dieses oder jenes? Die Antwort: Nein will ich nicht, meine Wünsche und Ziele sind das, was ich bereit bin zu verfolgen. Wir haben nur dieses eine Leben. Es soll zu meinem Abenteuer werden.

Ein wichtiger Mensch geht nun einen anderen Weg, sowie auch ich. Wenn Wünsche und Ziele sich ändern, ist manchmal ein unterschiedlicher Weg doch der bessere, so weh es tun und so unbequem es sein mag.

Abenteuer Leben

Mittlerweile habe ich mich wieder gefangen, bin positiver denn je, ihr wisst ja eine Tür schließt sich, eine andere geht wieder auf. Ich mache mir weiterhin viele Gedanken, finde eine neue Routine, finde meinen Platz. Nicht einfach, aber jeden Tag einen Schritt mehr. Einen großen Halt gibt mir der Sport, geben mir die Berge, geben mir meine Mietzen und gebt auch ihr mir. Alles andere ist erst mal fremd. Das abenteuerliche Leben geht weiter.

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Die Suche nach einer Wohnung in München ist übrigens ein Unding, man begreift sehr schnell, dass ein Mangel besteht und erlebt Dinge, die man nicht erleben will. Ich hatte Glück und zwei Supporterinnen, die mir halfen eine Traumwohnung inmitten von München zu bekommen. Nur ankommen muss ich noch.

Gedanken

Wichtig ist, dass man sich treu bleibt, ein Leben zu führen versucht, das man als lebenswert betrachtet und Dinge nicht einfach tut, nur weil es andere sich wünschen. Ich denke, jeder ist seines Glückes Schmied. Man muss dran arbeiten, manchmal tut es weh, aber oft erfüllt es auch. Zufriedenheit sorgt dafür das wir uns selbstverwirklichen und macht glücklich.

Abenteuer Social Media

Ich möchte noch etwas schreiben, viele verpöhnen die Social Media Welt und ich weiß, ich selbst bin ziemlich handysüchtig (eine Unart, wenn man am Tisch sitzt und ins Handy schaut. Ich selbst arbeite dran, es zu reduzieren, versprochen). Dennoch ich sehe durchaus Gutes daran. Viele meiner Freundschaften entstanden tatsächlich durch Instagram. Oft bekomme ich nur Kopfschütteln von Aussenstehenden, aber was tun wir Läufer am liebsten? Na klar das Laufbild posten und uns darüber freuen, wenn viele Gleichgesinnte es mit Herzchen honorieren. Es gehört einfach zum Leben für mich dazu. Ich würde jetzt in diesem Moment kein Lächeln im Gesicht haben und durchatmen können ohne Instagram und die tollen Menschen, die ich dadurch kennenlernen durfte. Übrigens es gab sicher auch ein paar nicht so tolle Begegnungen.

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Fotocredit: Thomas Harrer

Ein kleiner Rückblick mit den schönen Momenten

Neuer Job

Bereits Ende 2017 hatte ich den Arbeitsvertrag unterschrieben. Ich war, ehrlich gesagt, ein wenig enttäuscht, dass es mit dem Quereinstieg in die Social Media Welt nicht geklappt hatte. Jetzt im Nachhinein bin ich aber zufrieden mit meiner neuen Aufgabe und es gefällt mir, zurück in der Solarbranche zu sein.

MUC BOOK AWARD

Bei den diesjährigen Isarnetz Blog Awards gewann mein Blog überraschenderweise in der Katagorie bester Münchner Fitnessblog. Das macht mich sehr stolz.

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Bestzeit auf der Halbmarathondistanz

Beim Halbmarathon in Paris (Fitbit Semi de Paris) stimmte einfach alles, die Stimmung, das Wetter (Regen) und meine Tagesform. Ich hatte keine Erwartungen und lief mein Rennen ohne Druck. Die Bestzeit war unerwartet und um so glücklicher erreichte ich das Ziel.

Umzug in eine neue Wohnung

Keine sechs Wochen hatte es gedauert von dem Moment eine Wohnung zu suchen zu dem Moment des Einzuges. Ich wohne jetzt im Herzen von München, in der Nähe zum Englischen Garten und auch des Olympiaparks. Die schönsten Laufstrecken liegen in unmittelbarer Reichweite. Langweilig wird es nicht und ich fühle mich wohl in der Maxvorstadt. Mittlerweile sind auch meine Jungs Paul und Bernd eingezogen.

Erster Marathon 2018

Etwas ungünstig war mein Start beim Innsbruck Alpine Trail Festival. Kaum Training in den Beinen, mit wenig Schlaf, und der Umzug war gerade erst abgeschlossen, lief ich die 42,9 km mit viel „mimimi“. Die Medaille wurde mir bei diesem Wettrennen nicht wirklich geschenkt. Ich war erleichtert als ich die Ziellinie erreichte und froh überhaupt die Strecke gemeistert zu haben.

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Dieser Beitrag ist entstanden, weil ich Danke sagen wollte! Und danke fürs Lesen. Und wie schaut euer Abenteuer Leben aus?

Eure Cindy