Kleines Auszeitabenteuer zum Pendling mit fantastischem Sonnenaufgang über dem Inntal

Am zweiten Weihnachtsfeiertag wollten wir zwischen all den Weihnachtsschlemmereien eine kurze Auszeit in die Natur unternehmen und entschieden uns spontan für eine Sonnenaufgangstour auf den Pendling in Tirol. Hier handelt es sich schon lange nicht mehr um einen Geheimtipp, viel zu bekannt ist dieser Berg, vor allem im Winter für die Rodler.

Aber da mir die Aussicht richtig gut gefallen hat und ich euch die Bilder unserer Tour nicht vorenthalten möchte, entstand dieser kleine Blogbeitrag.

Pendling Blick zum Wilder Kaiser

Wir fuhren gegen 4 Uhr in München los, die Straßen waren leer und entsprechend schnell erreichten wir den Zielparkplatz.

Anfahrt

Die Anfahrt erfolgt über Kufstein, zur Info für alle die nicht unbedingt aus Bayern kommen. Nehmt die Ausfahrt über Kiefersfelden nach Kufstein. Bei der Weiterfahrt über die Autobahn direkt nach Kufstein würde die österreichische Straßenmaut zusätzlich anfallen, welche für diese paar Kilometer völlig unnötig ist.

Aufstieg ab Thiersee

Gegen 5:30 Uhr erreichten wir den Parkplatz (Gasthof Schneeberg) und starteten unsere Tour bei Dunkelheit. Wir hatten einen klaren Sternenhimmel. Aufgrund der Temperaturen entschied ich mich für vier Kleidungsschichten, denn auf dem Gipfel würden wir einige Zeit verbringen, bis die Sonne aufgehen würde. Ausgestattet mit Stirnlampe und Wanderstöcken gingen wir die offizielle Forststraße auf. Wir mussten dennoch etwas langsamer aufsteigen, meine Füße drehten teilweise auf der vereisten Forststraße durch. Kurz nach 7 Uhr waren kamen wir am Pendlinghaus an (etwa 600 HM). Die Sonne sollte kurz vor 8 Uhr aufgehen.

Pendling Ausblick vom Pendlinghaus

Pendling Blick auf Kufstein

Ankunft Pendlinghaus

Das Pendlinghaus auf einer Höhe von 1565 m bietet eine wunderschöne Aussicht. Bis zum Gipfel des Pendling sind es weitere 5 Minuten Gehzeit. Wir entschieden aber an der Hütte zu bleiben, um die sehr guten Ablagemöglichkeiten für unser Kamera Equipment, eine Thermoskanne Tee, eine Kleinigkeit zum Frühstück und unsere Rücksäcke zu nutzen.

Pendling Pendlinhaus

Das Kaisergebirge und das Inntal leuchteten bereits bei unserer Ankunft in einem satten Rot. Während Stefan seine Kamera und das Stativ auspackte, nahm ich mir einen Schluck Tee aus der Thermoskanne und ein Vanillekipferl und betrachtete erst mal diese ruhige und schöne Stimmung. Wir waren übrigens allein am Pendlinghaus. Ein perfekter Start in den zweiten Weihnachtsfeiertag, findet ihr nicht?

Pendling Tee und Vanillekipferl

Im modernisierten Pendlinghaus kann man auch übernachten und direkt vom Bett aus den Sonnenaufgang erleben. (Saison April bis November)

Der Sonnenaufgang (7:59 Uhr) war an diesem Tag malerisch, die Sonne rechts vom Wilden Kaiser aufgehend und Nebelschwaden hingen über das Tal und Kufstein. Die Fernsicht war sehr gut. Es hatte sich richtig gelohnt, auf Schlaf zu verzichten.

Pendling Stimmung Sonnenaufgang

Pendling Kufstein Nebelschwaden

Pendling Sonnenaufgangstour

Pendling Gipfel

Nachdem die Sonne aufgegangen war, machten wir noch einen kurzen Abstecher zum Gipfelkreuz des Pendling, wie bereits erwähnt, keine 5 Minuten entfernt. Die Sicht ist allerdings meines Erachtens vom Pendlinghaus um einiges besser, da ein größerer Rundumblick ermöglicht ist. Aber Gipfelkreuz ist nun mal Gipfelkreuz.

Pendling Gipfel mit Gipfelkreuz

Abstieg

Den Abstieg nahmen wir gemütlich. Denn unser Plan war einen Rodel an der Kala-Alm auszuleihen. Der Ansprechpartner an der Alm war super nett und innerhalb von Minuten hatten wir unseren Rodel, 3 EUR je Stück. Die Abfahrt machte richtig Spaß, morgens um 9 Uhr ist die Strecke auch noch nicht überfüllt und rutscht super. Die Kala-Alm hat immer Dienstag bis Sonntag geöffnet (Montags nur an Feiertagen) und verfügt außerdem über eine beleuchtete Rodelbahn fürs nachtrodeln.

Pendling Abstieg zur Kala-Alm

Anforderungen

Die Route zum Pendling erfordert kaum Anstrengungen. Die Wanderung ist einfach zu gehen (Forststrasse), alternativ gibt es aber auch einen anderen Weg abseits der Forststrasse, was allerdings für den Aufstieg bei Dunkelheit im Winter nicht uneingeschränkt zu empfehlen ist. Die Orientierung auf dem Forstweg ist dagegen recht leicht.

Fazit

Mein Rezept zum Glücklichsein, könnte diese Tour sein. Mit einem Becher warmen Tee und ein Plätzchen in der Hand, während die Sonne aufgeht und langsam das Gesicht aufwärmt.

Das Beste wer aus München startet, ist noch vor dem Mittagessen wieder zu Hause. Man kann somit noch ein kurzes Nachmittagsschläfchen einlegen und genießt den restlichen Tag mit einem sehr gutem Gefühl und Sonne im Herzen.

Die Option mit dem Rodel die Rodelbahn runterzufahren sorgt für Spaß und vor allem einen noch schnelleren Abstieg.

Pendling Kala-Alm rodeln

Fotocredit: Stefan Schaaf (PEAK ART IMAGES)

Pendling Rezept zum Glücklichsein