Der etwas andere und nicht nur sportliche Rückblick 2017

2017 war anders.

2017 ist viel passiert.

Die vergangenen 12 Monate waren ereignisreich wie keine anderen. Es gab bei mir viele Hochs und viele Tiefs, ich denke dieses Jahr bleibt mir lange in Erinnerung. Der Rückblick 2017 und ich bin bereit für 2018.

Mein größter Erfolg: Triathlon kann ich abhaken

Bereits Ende 2016 stand fest, ich werde einen Triathlon machen, Ziele setzen und verfolgen, das mag ich. Diese Reise war allerdings lang, sportlich intensiv und auch manchmal ein Kampf mit mir selbst. Vor allem mit der Schwimmdisziplin hatte ich mir mehr als schwergetan. Es nahm mir teilweise sehr viel Motivation und Spaß. Dennoch konnte ich gerade im Wasser die größten Erfolge feiern. Wer lernt schon in 6 Monaten das Kraulen? Von Perfektion spreche ich da nicht, aber fortbewegen, das funktioniert gut. Ich mag es aber immer noch nicht, nur irgendwann will ich einen Ironman machen und finishen. Irgendwann. Alle Berichte zum Triathlon, hier.

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Die Reise zu meinem ersten Triathlon spiegelt leider irgendwie das komplette Jahr wider, ein hoch und ein runter.

Der Januar war ein scheiß Monat und das Jahr begann schon früh interessant zu werden. Ich erfuhr, dass meine Firma die Niederlassung in München schließen werden würde. Mein Gefühl kann ich nicht wirklich beschreiben, Angst hatte ich keine, aber Träume. Und genau an diesen hatte ich versucht zu arbeiten. Ich wollte die Social Media Welt erobern, bloggen ist mein Ding und ich stecke sehr viel Zeit und Liebe in meinen Blog und warum das Hobby nicht zum Beruf machen. Ist doch legitim?

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Und was kommt ?

Mitte Juni war es soweit, ich bekam die Kündigung. Eine Erleichterung, das Warten hatte ein Ende und jetzt konnte ich versuchen, mal etwas anderes zu machen, neu zu beginnen.

Während ich in den ersten Monaten des Jahres viel trainierte, meinen Urlaub abbaute bis nichts mehr übrig war, begann mit der Kündigung die ungewisse Zeit. Ich war frei und war noch mehr unterwegs. Dann bekam ich glücklicherweise eine Weiterbildung zum Content und Social Media Manager bewilligt. Schulbank drücken und trotzdem Zeit für Hobbys haben, jetzt weiß ich, wie schön die Schulzeit war, die wir doch alle so sehr hassten.

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Ende Oktober war ich fertig mit der Weiterbildung und hatte das Abschluß-Zertifikat in der Hand. Allerdings bekam ich auf all meine Bewerbungen als Quereinsteiger nur Absagen, mein positives Gefühl, wurde mit jeder weiteren Absage mehr zertreten. Ich bekam mittlerweile Ängste und war mir nicht mehr so sicher. Selbstzweifel kamen auf. Mir half der Sport abzuschalten, ich bildete mich in Blogthemen weiter und in der Fotografie.

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Quereinstieg ja oder nein?

Durch Zufall bekam ich Ende November eine Stellenanzeige wieder in der Solarindustrie angeboten. Innerhalb von zwei Wochen hatte ich auch die Zusage, also zurück in den vorherigen Job. Das heißt ab 2018 ist bei mir alles wieder normal, weniger reisen und weniger Sport, dafür Sicherheit und weniger Ängste. Ich hatte ehrlich gesagt keine Lust mehr auf die eine Chance zu warten. Meine Träume sind dennoch nicht ausgeträumt, es gibt Dinge im Leben, die sollen vielleicht nicht so kommen. Ich werde weiterhin in meiner Freizeit meinen Blog entwickeln und Spaß am Sport zu haben und darum geht es, Spaß haben.

Und ganz ehrlich auf so ein bewegendes 2018 kann ich verzichten.

Ein kleiner Rückblick 2017 mit den schönen Momenten

Bei einigen Punkten sind die Blogbeiträge oder Links mit näheren Details verlinkt (Erkennung durch Unterstrich)

Süßester Zuwachs

Spontan ist sowieso am besten, gesehen und bei uns eingezogen sind Paul und Bernd, die coolsten Mietzen von München.

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Der Blog

Durch meine Weiterbildung wurde ich sehr inspiriert und habe viele neue Dinge ausprobiert. Vor allem ein neues Design hat der Blog erhalten und weitere Verbesserungen konnte ich umsetzen. Es kostete mich lediglich ein paar Nerven und ich konnte mehr als sechs Wochen keinen Blogbeitrag online stellen.

Neues gelernt

Ich bin fasziniert, im Rückblick 2017 ist vor allem das Erlebnis Klettersteig hängen geblieben. Meine erste Felswand (der Moni-Klettersteig) konnte ich Ende Mai im Dachsteingebiet empor steigen. Weitere folgten im Sommer.

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Schönster Sonnenuntergang und kälteste Nacht

Meine erste Nacht unter freien Himmel ohne Zelt und nur mit Schlafsack. Die Vorbereitung dieses kleinen Abenteuers war sehr spontan und deshalb nicht perfekt. Die Nacht war kalt, kurz und ungemütlich, die Natureindrücke dafür umso grandioser und unvergesslich. Ich nehme euch hier nochmals mit.

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Bester Job

Als Begleitung und im Auftrag von Viking Footwear konnte ich ein Mädelsteam beim Transalpine-Run begleiten und rund um das Event berichten. Das wäre übrigens auch ein Traumjob.

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Mein schönstes Foto

Ein Schnappschuss vom Shooting für Bewerbungsfotos. Es sagt für mich so viel und zu 2017 aus, deshalb auch mein schönstes Foto bzw. Portrait.

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Tollster Wettkampf

Das war definitiv der Stadtlauf in München. An diesem Tag hatte einfach alles gepasst und ich konnte meine Bestzeit auf der Distanz Halbmarathon aus 2014 einstellen.

Höchster erreichter Punkt

Die Besteigung meines ersten Viertausender konnte ich im Rückblick 2017 auch abhaken. Das Bishorn, einer der einfachen Berge dieser Größenordnung in den Alpen. Dennoch flößte mir der Aufstieg viel Respekt ein, denn einfach war es nicht. Der Blick vom Gipfel war allerdings Belohnung pur.

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Sportlich emotionalster Moment

Richtige Worte zur Krankheit Krebs zu finden ist nicht leicht, aber jeder sollte dankbar sein, gesund zu sein. Beim Großglockner Berglauf konnte ich eine Staffel mit sieben Krebspatienten begleiten und auch einen Teil der Strecke als Begleitperson mitlaufen. Der wohl emotionalste Moment war der gemeinsame Zieleinlauf der letzten Staffelteilnehmerin sowie des gesamten Teams. Das war Gänsehaut-Feeling.

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www.wisthaler.com – Harald Wisthaler

Schönster Urlaub

Im Rückblick 2017 war ich ständig unterwegs. Ich empfand jeden einzelnen Trip wahnsinnig schön und aufregend. Ein bisschen Abenteuer war immer dabei. Aber am liebsten erinnere ich mich an die Trailrunning Tage auf Mallorca zurück. Nur mit meinem kleinen Laufrucksack ausgestattet, liefen wir drei Tage auf dem GR221 Weg von Hütte zu Hütte, durch das Serra de Tramuntana Gebirge.

Noch abschließend eine Sache, die ich 2018 ändern möchte

Größter Fail: Die Ernährung! Mein Essverhalten hat sich immens verschlechtert. Ein Grund ist tagsüber der ständige Gang zum gut gefüllten Kühlschrank. Aber die ungesunde Ernährung wirkt sich leider auch auf meinen Körper aus. Ich bin nicht mehr zufrieden mit mir und möchte das unbedingt ändern. Vor allem die Reduzierung des Industriezuckers sowie der Verzicht auf Kohlenhydrate am Abend sind Dinge, die umgesetzt werden.

Gesetzte Ziele 2018

Ich werde wieder Marathon laufen. Für März 2018 habe ich den Marathon in Limassol (Zypern) gesetzt und vielleicht ist ja sogar die sub 4 drin. Ich liebäugle mit einem weiteren tollen Marathon und einige Trailruns dürfen auch gern dabei sein. Meinen letzten Marathon lief ich September 2015 in Berlin. To be continued, Sport ist mir wichtig und auch Ziele, deswegen langweilig soll es auch nächstes Jahr nicht werden.

Einen Rückblick 2018 gibt es dann in genau 12 Monaten wieder, ich bin gespannt, was kommt, mein Bauchgefühl ist noch unentschieden.

Und was steht bei euch nächstes Jahr im Kalender?

Fotocredit: Stefan Schaaf (PEAK ART IMAGES)

rueckblick 2017 das leben und seine ueberraschungen