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Wandern in Rheinland-Pfalz – der Moselsteig

Der Moselsteig, ein Qualitätswanderweg in Rheinland-Pfalz, ist sage und schreibe 365 km lang und verläuft wie der Name schon sagt, an der Mosel. Ich konnte im Rahmen eines Bloggerwander-Wochenendes einen kleinen Teil davon kennenlernen und möchte hier davon berichten.
Eines vorneweg die Region bedeutet Genuss, schon der Anblick der vielen Weinberge und Weingüter gibt mir das Gefühl Wein trinken zu wollen, die Seele baumeln zu lassen und alles ein wenig langsamer zu gestalten. Wir, also 19 Blogger und ich, trafen Anfang November, an einem grauen Herbsttag in Löf ein, um für drei Tage die Gegend rund um die Mosel zu erkunden.
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Fangen wir mit dem Kennenlernen an: Tag 1

Wir nächtigen in Löf, im Hotel Lellmann, dort treffe ich auf die anderen Blogger und es herrscht sofort eine lockere und lässige Stimmung. Kurz nach der Ankunft starten wir auch schon mit dem Programm. Es geht mit der Moseltalbahn von Löf nach Hatzenport zum Winzerhof Gietzen. Nach einem wirklich leckeren Mittag mit Rieslingsuppe und Mosel Tapas gehen wir auf eine kleine Wanderung in die Weinreben. Uns wird ein Weinglas um den Hals gehängt. Wir laufen bei ungemütlichen Herbstwetter los. Unser Wanderführer, Herr Gietzen persönlich, erklärt uns mit viel Liebe zum Detail alles rund um Weinanbau, Wein und die Region. Mit dabei Weinproben vom eigenen Anbau. Wir erfahren viel über Wein und die Terrassen-Kulturlandschaft der Untermosel. Ein schöner erster Tag an der Mosel, welcher mit einem Abendessen im Hotel zu Ende geht.
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Fakten zum Moselsteig

Mit insgesamt 24 Etappen könnte man gute drei Wochen auf einem der abwechslungsreichsten und zugleich längsten Fernwanderwege Deutschlands verbringen. Mit einer Länge zwischen 11 und 24 Kilometer sind die einzelnen Etappen gut machbar und führen von Perl nach Koblenz. Die Einteilung reicht von Halbtages- bis Tageswanderung. Man kann aber auch gut Etappen zusammenlegen und so schneller den gesamten Moselsteig durchlaufen. Durch die sehr gute Anbindung an die öffentlichen Verkehre eignet sich der Moselsteig auch dazu, nur einzelne Etappen zu erkunden.
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Zu erwarten gibt es jede Menge toller Aussichten auf die Mosel, unzählige Weinberge, malerische und ruhige Orte, schöne Waldabschnitte und knappe 12.000 Höhenmeter im Auf- und Abstieg. Ein Fernwanderweg, der vieles bietet, nur keine Langeweile. Übrigens rund um den Moselsteig gibt es weitere Möglichkeiten die Region zu erleben, die Traumpfade und Traumpfädchen sind weitere angelegte Wanderwege mit Gütesiegel. Wanderungen und Touren können hervorragend über die kostenlose Rheinland-Pfalz App geplant werden.
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Moselsteig – über den Martberg nach Pommern und Kail

Bloggerwandern: Tag 2

Am nächsten Tag starten wir im Nebel, es geht auf Teilen der Etappe 19 von Treis-Karden über den Martberg und Pommern nach Kail. Diese Wanderung hat landschaftlich, geschichtlich und kulinarisch sehr viel zu bieten. Verdursten wird man am Moselsteig sowieso nie, die Anzahl der Weingüter, die hier ansässig sind, ist zahlreich.
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Der Weg von Treis-Karden führt uns erst mal empor, über wunderschöne und serpentinenartige Pfade, zum Martberg. Die Stimmung dort ist mystisch. Nebel zieht immer dichter auf und der Martberg, auf welchem sich in römischer Zeit Tempelbauten befanden, wirkt dadurch richtig real. Wir erfahren interessantes über die Treverer, einem keltischen Volk und deren religiösem und politischem Zentrum auf dem Martberg.
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Tschüß Nebel, hallo Sonnenschein

Wir verlassen das Arreal und laufen weiter nach Pommern. Endlich zieht auch der hartnäckige Herbstnebel ab und die Sonne zeigt sich im goldenen Gewand. In Pommern erwartet uns ein kulinarisches Highlight, die Weine aus dem Hause Leo Fuchs und Fingerfood vom Onkel Otto. Das Weingut Leo Fuchs ist ein traditionsreicher Betrieb, welcher sehr modern auftritt. Wir kosten zehn unterschiedliche Weine. Ja zehn! Schmecken alle auch hervoragend. Mein Favorit ist der Riesling vom grauen Schiefer. Kulinarisches Wandern gefällt mir sehr, muss ich schon zugeben.
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Wir wandern weiter, geschuldet dem Wein nur nicht mehr ganz so locker. Unser Weg führt uns nun nach Kail, vorbei an den Weinreben. Und endlich zeigt sich die Mosel auch mit tollen Weitblicken. Die herbstliche Sonne tut gut. Vorbei kommen wir auch an der Pommerner Sonnenuhr, bevor wir die Weinberge verlassen und in ein schattiges Waldstück einbiegen.
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Es ist nicht mehr weit bis in den kleinen Ort Kail. Dort befindet sich die Brennerei Hubertus Vallendar. Hier erwartet uns viel Wissenswertes zu Brenntechniken und wir tauchen in die Welt der Brände, Geiste und Liköre ein. Hubertus Vallendar selbst führt uns durch die Verkostung seiner Produkte und man merkt direkt wie sehr er sein Handwerk liebt und lebt. Da verwundert es kaum, dass er bereits die Titel „World Class Distillery“ und „Distillery of the Year“ verliehen bekommen hat. Wir verkosten sechs der edlen Tropfen. Zu jedem Destillat wird die geschmacklich abgestimmte Schokolade gereicht. Ich wusste gar nicht, dass solche Kombinationen, solche Geschmacksexplosionen erzeugen. Ein wirklicher Hochgenuss. Die Schokolade musste anschließend von mir auch gekauft werden.
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Zum Abschluß Zwiebelkuchen und Federweißer

Den Tagesabschluss verbringen wir in Cochem bei Zwiebelkuchen und Federweißer. Ein sehr kulinarischer, herbstlicher schöner Wandertag an der Mosel geht zu Ende und läßt keine Wünsche offen.
Am Sonntag, dem letzten Tag unserer Bloggerwanderung in Rheinland-Pfalz wandert eine deutlich kleinere Gruppe noch die Etappe 22 des Moselsteig. Diese Etappe startet in Löf und endet in Kobern-Gondorf. Aber über diese Wanderung berichte ich ein anderes Mal.

Fazit zu einem Aufenthalt an der Mosel

Die Mosel ist bezaubernd, vor allem die unterschiedlichen Seiten des Herbstes haben die Region wunderbar interessant gemacht. Ich habe die Auszeit genutzt, um leckere Weine zu probieren,  gut zu essen , die Natur zu geniessen und auch zu schlafen. Nämlich genau das kann man hier sehr gut. Genusswandern pur. Das Landschaftsbild gerade im Herbst ändert sich immer wieder und bietet Abwechslung. Mir persönlich haben aber vorallem die Ausblicke auf die Mosel und über das Moseltal hinweg sehr viel gegeben. Der Kontrast zu den bayrischen Voralpen und ich fühle mich wie im Urlaub.
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An dieser Stelle möchte ich mich beim Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH bedanken für die Einladung und die Möglichkeit meiner Recherchereise und die Teilnahme beim Bloggerwandern. Meine Meinung bleibt davon allerdings unberührt und ist meine eigene Überzeugung.