Ich will glücklich sein.

Ein zweiter Corona Lockdown, es ist Herbst und meine Seele weint.

Eigentlich, ja eigentlich, liebe ich den Herbst. Dieses Jahr aber fühle ich mich etwas eingeengt mit der Mitteilung, dass seit Montag, den 02.11.2020 erneute Einschränkungen in Kraft getreten sind. Herbstblues kennt sicher jeder, die aktuelle Situation fühlt sich allerdings für meinem eigenen Kopf seltsam belastend an.
Ich möchte hier gar nicht über den Sinn und Unsinn des Lockdowns, der massiven Einschnitte usw. diskutieren oder thematisieren. Nachdem wir alle wissen, was auf uns zukommt, wir das Ganze ja bereits im Frühjahr erlebt haben, versuche ich persönlich wieder mal damit umzugehen und den besten Weg zu finden.

Wie ich mich fühle

Mein aktueller Zustand, ich denke positiv, aber ich fühl mich einsamer. Ich möchte einfach nur, dass alles wieder gut ist. Wir können uns nicht einfach so zum Kaffee treffen, so wie ich es dieses Jahr viele Male gemacht habe. Mein Lieblingsplatz seit wir alle mit Corona leben, die Kaffeerösterei am Viktualienmarkt. An diesem Ort habe ich 2020 viele Stunden verbracht, oft allein, dem Treiben des Marktes auf mich wirken lassend oder auch oft mit Freunden morgens vor der Arbeit, zwischendurch oder auch regelmäßig samstags nach dem Laufen. Hört sich nach Werbung an, gell ? Sorry, aber definitiv einer meiner Münchner Lieblingsorte und eine persönliche Empfehlung.

 

Aber auch das Laufen fühlt sich etwas anders an, weniger ehrgeizig, dafür viel gemütlicher, der Fokus auf Erlebnisse in der Natur. Die Zeit für Bestzeiten muss ich leider auf ein anderes Jahr verschieben.
gluecklich sein lieblingsplatz viktualienmarkt
Nun kommt nach einem doch sehr entspannten und schönem Sommer die Krise mit voller Wucht zurück. Ist doch der November schon ein sehr grauer Monat, nun müssen wir auch noch möglichst daheim bleiben, Kontakte meiden, öffentliche Veranstaltungen sind auf Null zurückgefahren, Restaurants geschlossen und auch sonst was Spaß macht, gibt es nicht. Wie geht ihr damit um?

 

Ich gehe stark davon aus, dass die Situation uns nicht nur den November über begleitet, sondern weit ins nächste Jahr hinein. Im März dachten wir alle noch, im nächsten Jahr ist alles wieder gut. Jedoch das Fragezeichen was kommt, bleibt. Ich vermisse die alten unbeschwerten Zeiten. Es ist klar, dass es aktuell sehr wichtig ist, auf die körperliche Gesundheit und die der Mitmenschen zu achten. Was aber viele vergessen, wir müssen auch auf die Seele achten, achtsam mit uns selbst umgehen.
gluecklich sein achtsam sein
Die Kombination dunkle Jahreszeit und Kontaktreduzierung empfinde ich persönlich brisant. Ich möchte hier ein paar Tipps geben, damit du dich nicht unterkriegen lässt. Wer allein nicht mit der Situation zurande kommt und zunehmend den Alltag als belastend wahrnimmt, sollte ohne zu zögern auch Hilfe aufsuchen.

Tipps wie du glücklicher durch den dunklen Herbst und den Corona Lockdown kommst

1. In Erinnerungen schwelgen

Nimm dir Zeit und stöbere durch die schönen Momente des Jahres. Schwelge in Erinnerungen. Es ist nicht so, dass 2020 durchweg ein schlechtes Jahr war. Auch viele meiner Follower hatten bei einer Umfrage geantwortet, dass sie auf viele tolle und schöne Erlebnisse zurückblicken können. Also erinnere dich daran.
sommer 2020 schoene erinnerungen
Nimm deine Fotos / dein Handy und begebe dich auf die Reise. Am besten mit einem Glas Wein oder auch einer Tasse Kaffee und Keksen, ganz vielen Keksen. Denn Kekse tun unserer Seele gut.
in erinnerungen schwelgen positive gedanken

2. Werde aktiv

Wenn du damit fertig bist, gehe raus, gehe spazieren oder laufen und genieße den tollen Herbst. Noch sind die herbstlichen Farben wunderschön und verzaubern. Werde aktiv, geh in den Wald oder an einen Fluss. Gerade bei regnerischem Wetter sind diese Orte mystisch und wirken positiv auf die Laune. Falls du noch kein Läufer bist, gerade jetzt zu starten ist eine wunderbare Idee. Ich verlinke dir hier auch meine Tipps, warum du im Herbst mit dem Laufen anfangen solltest.
Wie schön ein Herbstspaziergang sein kann, kannst du hier nachlesen. Suche dir einen Laufpartner, denn zu zweit durch die Dunkelheit zu laufen ist eine tolle Art Kontakte zu pflegen und dabei fit zu bleiben. Laufen ist übrigens auch eine gute Art, dein Selbstbewusstsein zu erhöhen, deinen Kopf freizulaufen und deine Sorgen in den Griff zu bekommen. Was hält dich noch auf?
tipps gegen herbstblues corona lockdown

3. Probiere Neues aus

Eine weitere gute Option aktiv zu werden, ist Neues anzufangen. Nimm dir eine neue Aktivität vor, probiere dich aus. Auch Home Workouts / Tanzen lernen über Youtube sind tolle Möglichkeiten den Kopf zu befreien. Ein Puzzle gefällig oder eine Neugestaltung in der Wohnung? Das empfinde ich persönlich für die schlechten Wettertage schön, es sich daheim gemütlich zu machen und den Kopf etwas anzustrengen. Dabei wird es dir sicher nicht langweilig. Und wolltest du eventuell nicht schon lange wieder mal ein Buch lesen? Tue es.
neues probieren corona lockdown

4. Achte auf eine gesunde Ernährung

Koche mehr: Gesundes Essen ist sowieso sehr wichtig und wenn du schon dabei bist, lade einen lieben Menschen zum Essen ein. Besonders wenn du so selten kochst wie ich, ist das eine nette Geste und macht glücklich. Was mich ürigens auch glücklich macht, ist ein gutes Frühstück. In der kalten Jahreszeit finde ich ein warmes Porridge (Haferbrei) gepimpt mit frischen Früchten / Superfoods besonders lecker. Kennst du noch nicht? Dann probiere es aus. Porridge hält zusätzlich lange satt und ist eine tolle Eiweiß- / Kohlenhydratquelle für Sportler. Und wer noch nicht genug hat, eine heiße Schokolade dazu und der Start in den Tag ist perfekt.

5. Gehe achtsam mit dir um

Finde deine Balance. Es ist aktuell genau die Zeit dafür, sich mehr Me Time zu gönnen. Gerade in den dunkleren Monaten ist die innere Balance nicht immer im Einklang. Es ist eine wahre Herausforderung herauszufinden, was einen ausgeglichen und glücklich macht. Ich verzweifle regelmäßig daran. Wenn du auch oft unruhig bist, rastlos, dann findest du mit einer inneren Ausgeglichenheit mehr Zufriedenheit und Coolness. Finde heraus, welchem Bereich des Leben du mehr Aufmerksamkeit schenken solltest, mach dir bewusst, welche Bedürfnisse du hast. Verschaffe dir Freiräume. Wichtig ist, dass du es nicht allen recht machen musst.

 

Ich habe mein persönliches Glück z. B. als “Sonnenaufgangsjägerin” gefunden. Morgens, wenn ich die Sonne aufgehen sehe, bin ich in meiner ganz eigenen Welt. Wenn es dir möglich ist, suchst du dir vielleicht einen guten Spot in deiner Nähe und schaust dir den Sonnenaufgang an.
Regelmäßig morgens, wenn die Luft frisch und klar ist, laufe ich auf den Olympiaberg, genieße einen wunderbaren Start in den Tag und denke nicht an die Arbeit oder sonstige unliebsame Dinge. Genau in diesen Momenten bin ich ganz bei mir, ohne Hektik, Stress und liebe es dort zu sein. Probiere es mal aus. Ich bin mir sicher, dass es dich glücklich macht.
gluecklich sein bei sonnenaufgang

6. Halte Kontakt zu deinen Freunden

Trete mit deinen Freunden virtuell in Kontakt. Auch wenn der persönliche Austausch schöner ist, ist es gerade jetzt wichtig, sich regelmäßig auszutauschen. Die meisten Freunde freuen sich sicher, wenn sie ein liebes “Guten Morgen” in der Früh von dir erhalten. Zeig ihnen, dass ihr verbunden seid. Die Gute Laune ist dir gewiss. Der Faktor Freundschaft macht glücklich, viele nehmen sich allerdings zu wenig Zeit, um diese zu pflegen. Lenke deine Aufmerksamkeit auf deine Mitmenschen und frage nach und kommuniziere. Das festigt nicht nur deine Freundschaften, sondern hält dich auch bewegt.

7.  Sei freundlich

Zaubere fremden Menschen ein Lächeln ins Gesicht. Freundlichkeit ist so wertvoll und kostet nichts. Mir tat letztens eine herzliche Begegnung mit einer Radfahrerin richtig gut. Mit einer Menge Pakete bepackt auf dem Weg zur Post, kamen mir viele Radfahrer entgegen und ich musste warten, um eine Straße zu überqueren. Die nette Radfahrerin hielt an und gab mir so die Möglichkeit schnell weiterzukommen. Ihr freundlicher Gesichtsausdruck tat sein Übriges, mich über diese Begegnung sehr zu freuen. Ich finde solche kleinen Dinge können einem den ganzen Tag retten. Also mach Komplimente was das Zeug hält, bedanke dich, grüße öfter oder sei hilfsbereit. Ein Lächeln steht sowieso jedem Menschen besser. Nur mal als Gedankenanstoß.

8. Dosiere deinen Nachrichtenkonsum

Reduziere den Nachrichtenkonsum. Der Konsum dessen tut nicht allen Menschen gut. Grund: Wir können nicht mitgestalten, sind passiv und deshalb kann es auch beängstigend auf uns wirken. Besser ist, die Nachrichten in Maßen zu hören, zu lesen oder zu sehen. Reduziere die Quellen aus denen du dich normalerweise informierst und schaffe Platz für andere schöne Momente. Vielleicht einfach auch öfter mal den Flugmodus im Handy aktivieren oder das TV Gerät ausschalten und die Ruhe genießen.

Die Zeit nutzen

Der Corona Teil-Lockdown gibt uns Zeit durchzuatmen, Hektik rauszunehmen, Dinge “mal” liegen zu lassen und den Freizeitstress zu reduzieren. Dennoch kann der Lockdown belastend sein, wer aktiv ist und bleibt, bestimmt sein Tun und fühlt sich damit freier. Du solltest immer danach streben, Dinge zu tun, die dir Freude machen. Dann ist es gut. Und müde? Motivationslos? Genervt? Ganz ehrlich? Das ist momentan ganz normal!
Die Natur übrigens zeigt sich unbeeindruckt von den ganzen Geschehnissen und zeigt sich zu jeder Jahreszeit von seiner schönsten Seite. Wir Menschen sollten jedoch achtsamer mit der Natur umgehen. Auch das kann man nicht oft genug sagen.

gluecklich sein im corona lockdown

Auch wenn es ein Lockdown “Light” ist, auch wenn wir meinen damit umgehen zu können, meiner Meinung nach, verändert sich das Miteinander gerade radikal. Abstand halten ist Pflicht und auch wichtig, aber Covid19 entfernt uns gefühlt voneinander.

Glücklich sein – Auf deine Haltung kommt es an

Deine Einstellung zur Situation bestimmt dein Lebensgefühl, manche Dinge lassen sich nicht verhindern oder verändern, mit Akzeptanz kommst du einen Schritt weiter. Mach das Beste daraus und versuche positiv zu bleiben. Und sowieso, wer viel Sport treibt, der ist meist besser gelaunt. Hier kannst du noch meinen Beitrag: Wie du sportlich während der Corona Krise bleibst nachlesen.

 

Damit beende ich diesen Blogbeitrag, dieser hilft mir selbst mich zu fokussieren und “positiver” zu sein. Es ist gerade eine große Herausforderung für die meisten von uns. Wir alle sind betroffen und ich wünsche mir, dass jeder für sich einen guten und gesunden Weg findet. Was hilft dir aktuell, dass es dir gut geht? Freue mich auf weitere Punkte und persönliche Kommentare übers glücklich sein.