BladeNight - rollend über Münchens Straßen
- Cindy Haase

- 29. Juli 2019
- 5 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 24. Juni
Die BladeNight in München ist zurück und das jeden Montag von Mai bis Anfang September. Veranstalter ist der gemeinnützige Verein SkateMunich! e.V., der die größte Inline-Skating Veranstaltung Europas seit Jahren am Leben erhält. Teilnehmerinnen auf verschiedenen Strecken durch München. Startplatz ist der Bavariapark an der U5 Schwanthalerhöhe. Ab 19:00 Uhr gibt es Rahmenprogramm, um 21:00 Uhr rollt der Zug los. Die Teilnahme ist kostenlos, Spenden sind willkommen und werden zu 100% für die hohen Organisationskosten verwendet.
Transparenzhinweis: Der Beitrag entstand in Kooperation mit K2. Meine Bewertung und alle geschilderten Erfahrungen beruhen auf meiner persönlichen und unabhängigen Meinung.
Inlineskates und Schutzausrüstung gibt es vor Ort zu leihen über skatedealer.de. Verleih unbedingt rechtzeitig abholen, die Veranstaltung startet pünktlich.
Am besten kommt man zu Fuß, mit dem Rad, den Skates oder den öffentlichen Verkehrsmitteln: U-Bahn U5 Schwanthalerhöhe direkt am Bavariapark. Alternativ S-Bahn Hackerbrücke mit kurzem Fußweg.
Verschiedene Strecken bei der BladeNight München
Von Mai bis September rollt München jeden Montag und jede Woche auf einer anderen Strecke. Inzwischen gibt es fünf verschiedene Routen: Nord, Süd, Süd 2 (Solln), West und Ost. Alle Strecken sind autofrei und führen durch verschiedene Stadtteile, eine schönere Art München zu erkunden gibt es kaum.
Mein persönlicher Favorit ist die Oststrecke. Das Highlight ist der Abschnitt ab der Wittelsbacher Brücke Richtung Candidplatz und Tierpark, zurück über die Tierparkbrücke vorbei an der alten Utting. Die Gegend mag ich einfach sehr und die Straßenqualität ist perfekt zum Skaten.
Zusätzlich gibt es die Familien-BladeNight, mit kürzerer Route, langsameren Tempo und kindergerechtem Ablauf. Ideal für alle die mit Kindern unterwegs sind.
Die BladeNight ist nicht nur etwas für Profis
Mit Rollen unter den Füßen erlebe ich Sport auf eine völlig andere Art. Das Gefühl von Freiheit, die fließenden Bewegungen und die Abwechslung zum Laufen begeistern mich. Gleichzeitig werden Koordination, Gleichgewicht und die Tiefenmuskulatur trainiert. Inlineskaten ist zudem gelenkschonend und beansprucht nahezu den gesamten Körper.
Wichtig zu wissen: Die BladeNight ist kein Event für absolute Anfänger. Du solltest sicher auf Inlineskates stehen und selbständig bremsen können. Wer sich noch nicht ganz sicher fühlt, muss aber nicht gleich auf die Teilnahme verzichten. Jeden Montag findet direkt vor dem Start gegen 20:00 Uhr ein kostenloser Bremskurs am Startplatz statt. Innerhalb von rund 30 Minuten werden die wichtigsten Grundlagen vermittelt, sodass du anschließend deutlich sicherer unterwegs bist.
Als ich zu meiner ersten BladeNight gefahren bin, war ich selbst weit entfernt, eine erfahrene Skaterin zu sein. Ehrlich gesagt kann ich mich kaum erinnern, wann ich davor zuletzt auf Inlineskates gestanden hatte. Als Kind hatte ich zwar Rollschuhe, bin aber nur selten gefahren. Entsprechend groß war mein Respekt vor der ersten Runde. Umso beruhigender war es, gemeinsam mit Freunden zu starten.
Was mit besonders gefallen hat: Niemand erwartet Perfektion. Es ist völlig normal, sich gegenseitig zu unterstützen, die Hand eines Freundes zu nehmen oder sich Tipps von erfahreneren Teilnehmern zu holen. Schon nach wenigen Fahrten habe ich deutliche Fortschritte bemerkt. Lediglich schnelle Abfahrten kosten mich noch Überwindung, weil die Angst vor einem Sturz manchmal mitfährt. Mit jeder tour wird jedoch auch das Bremsen sicherer und routinierter.
Die Blade Guards - die stillen Helden der BladeNight
Damit Tausende Skaterinnen und Skater sicher durch München rollen können, braucht es weit mehr als gesperrte Straßen. Einen entscheidenden Beitrag leisten die sogenannten Blade Guards, freiwillige Helfer/-innen, ohne die die BladeNight gar nicht stattfinden könnte.
Die Blade Guards werden speziell auf ihre Aufgaben vorbereitet und arbeiten eng mit der Polizei, Sanitätsdiensten und der Veranstaltungsleitung zusammen. Entlang der Strecke sichern sie Kreuzungen, unterstützen der Zwischenfällen, leisten bei Bedarf Erste Hilfe und sind Ansprechpartner für die Teilnehmenden. Gleichzeitig sorgen Sie dafür, dass der Skaterzug geschlossen und sicher unterwegs bleibt.
Während der Fahrt werden die befahrenden Straßenabschnitte für den Verkehr gesperrt. Dadurch entsteht das besondere Gefühl, München auf Inlineskates nahezu autofrei erleben zu können. Die Durchfahrt eines kompletten Skaterzuges dauert je nach Streckenabschnitt etwa 20 bis 25 Minuten
Montag ist BladeNight Tag in München
Im Sommer gehört der Montagabend in München den Inlineskates. Allerdings spielt das Wetter eine entscheidende Rolle. Bei Regen oder nasser Fahrbahn findet die Veranstaltung aus Sicherheitsgründen nicht statt. Ob gefahren wird, entscheidet der Veranstalter in der Regel Montagmittag. Die aktuelle Information wird anschließend auf der Webseite sowie über die Social-Media-Kanäle veröffentlicht. Ein kurzer Blick aufs Handy vor der Anreise lohnt sich also immer.
Wer vor dem Start noch etwas essen möchte, wird direkt am Veranstaltungsgelände fündig. Rund um den Startbereich gibt es die Möglichkeit, Getränke und kleine Snacks zu kaufen. Häufig sind Foodtrucks vor Ort, außerdem sorgt das Team vom Wirtshaus am Bavariapark für die Verpflegung. So lässt sich die Zeit bis zum Start ganz entspannt verbringen.
Sicherheit bei der BladeNight
Ein Wort noch zum Thema Sicherheit: Bei der BladeNight sind je nach Termin mehrere Tausend Teilnehmerinnen und Teilnehmer unterwegs. Wo viele Menschen gemeinsam auf Inlineskates fahren, lässt sich ein gewisses Sturzrisiko natürlich nicht vollständig vermeiden.
Deshalb empfehle ich, immer mit vollständiger Schutzausrüstung zu fahren. Dazu gehören mindestens ein Helm sowie Knie-, Ellenbogen- und Handgelenkschoner. Auch helle Kleidung oder zusätzliche Beleuchtung können dazu beitragen, besser gesehen zu werden.
Wie wichtig die richtige Ausrüstung ist, habe ich selbst erlebt. Bei meiner ersteh BladeNight bin ich gestürzt. Dank meiner Schutzausrüstung blieb es bei einer leichten Prellung. Besonders beeindruckt hat mich die schnelle Reaktion der Sanitäter und Blade Guards. Innerhalb kürzester Zeit war Hilfe vor Ort, ich wurde erstversorgt und konnte nach einer kurzen Pause sogar weiterfahren. Im Ziel bestand zusätzlich die Möglichkeit, die Verletzung noch einmal von einer Ärztin begutachten zu lassen.
Mein Fazit: Die Organisation durch das Bayerische Rote Kreuz, die Blade Guards und alle weiteren Helfer ist hervorragend. Wer die grundlegenden Sicherheitsregeln beachtet und mit passender Schutzausrüstung startet, kann die BladeNight mit einem guten Gefühl genießen.
Alternativtraining zum Laufen
In den Sommermonaten findet nun die BladeNight statt. Mein persönliches Ziel: Am Ende der Saison nicht mehr als Anfängerin auf den Skates unterwegs zu sein. Denn eines steht für mich bereits fest, Inlineskaten macht unglaublich viel Spaß.
Auch aus sportlicher Sicht ist Inlineskaten für mich eine ideale Ergänzung zum Lauftraining. Die Bewegung ist deutlich gelenkschonender als das Laufen, trainiert aber gleichzeitig auch Ausdauer, Koordination und Muskulatur. Gerade an Tagen, an den ich meinen Körper entlasten möchte, ist eine Runde auf den Skates eine hervorragende Alternative.
Meine Inlineskates: K2 Alexis 84PRO
Für die Blade Night fahre ich aktuell die K2 Alexis 84 PRO. Nach einigen Fahrten kann ich sagen, dass ich mit der Wahl sehr zufrieden bin. Die Skates gehören zur Fitness-Kategorie und sind damit für längere Strecken sowie ein zügiges, aber komfortables Fahrgefühl ausgelegt. Typisch für viele Modelle von K2 ist der sogenannte Softboot, der den Fuß angenehm umschließt und für einen hohen Tragekomfort sorgt. Gerade auf längeren Touren empfinde ich das als großen Vorteil.
Die Alexis 84 PRO sind mit 84-mm Rollen ausgestattet, die einen guten Kompromiss zwischen Laufruhe, Geschwindigkeit und Kontrolle bieten. Gleichzeitig geben die Skates ausreichend Stabilität, sodass ich mich als Wiedereinsteigerin schnell sicher gefühlt habe. Die Verarbeitung wirkt hochwertig und die Passformt passt für mich sehr gut.
Bei der Größenauswahl würde ich empfehlen, die Skates nicht zu knapp zu kaufen. Viele Skater wählen etwa eine halbe Nummer größer als ihre normalen Straßenschuhe. Wichtig ist, dass die Zehen ausreichend Platz haben, während der Schuh insgesamt fest am Fuß sitzt und guten Halt bietet.
Grundsätzlich gibt es nicht den einen perfekten Inlineskate für alle. Je nachdem, ob man hauptsächlich Fitnessrunden fährt, Rennen laufen möchte oder sich für andere Disziplinen interessiert, können unterschiedliche Modelle sinnvoll sein. Wer neu einsteigt, profitiert deshalb oft von einer Beratung im Fachgeschäft.
Forocredit: Marinus Veit















Originalkommentar: 13. November 2019 um 11:38 Uhr
Ich kann leider keine Inliner fahren, finde das aber immer so toll. Irgendwie trau ich mich nicht. Bei uns fahren auch ab und an größere Gruppen mit Inlinern und Musik durch den Ort, das finde ich immer total schön. München auf Rollen zu erleben ist sicher richtig toll und dann mit vielen, die den gleichen Sport lieben. Vielleicht trau ich mich ja doch mal. Deine Bilder sind zumindest super motivierend, vielleicht wird es aber auch nur ein – “ich besuche endlich einmal München” – Ausflug. 🙂
LG Manja
Originalkommentar: 8. August 2019 um 15:38 Uhr
Oh, die Blade Night gibt es noch?
Ich dachte die ist schon lange nicht mehr aktuell. Vor über 25 Jahren bin ich schon mitgefahren.Sehr lustig heute von diesem Erlebnis zu lesen und offensichtlich hattest du Spaß 🙂
Liebe Grüße, Katja
Originalkommentar: 4. August 2019 um 15:42 Uhr
Toll, dass München so eine coole Veranstaltung bietet! Früher bin ich auch viel inliner gefahren. Wäre ich gern dabei geblieben.
Viele Grüße
Wioleta
Originalkommentar: 2. August 2019 um 11:37 Uhr
Wirklich cool. Ich kenne Inline Skate nur noch aus meiner Kindheit aus den 90ern. Klasse, dass man anscheinend immer noch damit fährt:-) Früher waren das richtig schöne Zeiten auf Rollen.
Liebste Grüße,
Anni
Originalkommentar: 2. August 2019 um 1:39 Uhr
OMG ich war seit gefühlt 15 Jahren nicht inline skaten. Ok mit einer Ausnahme, weshalb ich ein sozusagen fast neues Paar Inliner besitze. So cool, dass es so ein Event in München gibt.
Liebe Grüße,
Nika