Meine Erfahrungen mit der Fitrate Mitgliedschaft (Gold)

Einen Vorbericht mit Details zur Fitrate Mitgliedschaft kannst du hier nochmals nachlesen.
Insgesamt habe ich die Fitrate Goldkarte – (beinhaltet den Zutritt zu allen Partner mit wenigen Einschränkungen) 3 Monate von Mitte November 2016 bis Mitte Februar 2017 getestet.

Das Versprechen:

Eigentlich hatte ich mir nicht viel davon versprochen, wollte wieder regelmäßig EMS machen und bisschen Yoga praktizieren. Aber mit der Zeit, entdeckte ich diesen oder jenen Kurs und somit waren meine Erlebnisse rund um das Angebot von Fitrate spannend, aber lest selbst:
Ich hatte mir fest vorgenommen, während der Testphase, morgens Yoga in meinen Alltag einzubauen. Leider konnte ich dies nicht wirklich regelmäßig umsetzen, da die angebotenen Kurse im Zuspätkommen bei der Arbeit endeten, zumindest zwei Mal von zwei Mal Early Bird Yoga. Aber ich habe einige neue Yoga-Richtungen entdeckt. Es ist erstaunlich wieviele Arten von Yoga existieren und auch über die Fitrate Mitgliedschaft probiert werden können.

Bikram Yoga

 Während meiner Testphase ist ein neuer Partner, dass Bikram Hot Yoga im Tal dazugekommen. Das war endlich die Möglichkeit Bikram-Yoga auszuprobieren, schon zu oft habe ich davon gelesen und nur positives gehört. Bei Temperaturen um die 38 Grad werden 26 Übungen immer in der gleichen Abfolge absolviert. Durch die Wärme ist man gefühlt von Anfang an biegsamer und geschmeidiger, auch ich unbeweglicher Karpfen. Ich empfand das Yoga anstrengend und fordernd, dennoch kam auch eine gewisse Ruhe in mir auf.
Fitrate Mitgliedschaft Bikramyoga

Aerial Yoga

Ich probierte diese spezielle Form des Yogas im Studio B15, Nähe Hauptbahnhof aus. Es ist ein kleines Studio mit einem Übungsraum und die Atmosphäre ist freundlich. Außerdem testete ich den gleichen Kurs, allerdings unter dem Namen „Hang Loose“ im Patrick Broome Studio. Dieser interessante Yogastil mithilfe einer Hängematte verbindet Akrobatik mit vielen Möglichkeiten zu entspannen und toll abzuhängen. Die Lufthängematte nimmt einem sehr die Angst und man traut sich mehr zu als vermutet. Da steht die Welt mehrmals Kopf. Aber Achtung auch Schwindel gibt es hin und wieder.
Fitrate Mitgliedschaft Aerialyoga

Jivamukti Spiritual Warrior (Jivamukti, Gärtnerplatz)

Morgens um 7:30 Uhr. Man muss schon ein Warrior sein, um zu der Tageszeit kraftvoll in den Alltag starten zu wollen. Die Abfolge der Haltungen und Dehnungen sind eingespielt und man erkennt sofort die Profis. Erklärungen gibt es kaum bis keine (nicht für absolute Anfänger zu empfehlen), aber wer Yoga bereits ausgeführt hat, kennt die Bewegungen und bei den etwas schwierigen Übungen wie Hand- und Kopfstand hilft die Trainerin gern den Neulingen. Die Stunde war ein perfekter Start in den Tag.

Sunrise Yoga (Body-Inn)

Eine angenehme Yoga 3/4 Stunde mit Fokus auf die Atmung, einfache Dehnübungen und aktivierender Vorbereitung für den Tag. Das Studio ist etwas abseits, dafür wenig Teilnehmer und ruhige Atmosphäre, was ich entspannend und ruhig empfand.
Fitrate Mitgliedschaft Sunriseyoga

Poledance (StudioB15)

Auch das probierte ich, wo ich eigentlich dem Poledance nun wirklich nichts abgewinnen konnte. Bisher zumindest. Paula die Trainerin, welche ich vom Aerial Yoga bereits kannte, nimmt sich für die Teilnehmer viel Zeit und hilft und erklärt auch gern öfter. Mein erster Eindruck, aua und aua, aber dieser Schmerz soll irgendwann vergehen. Also kein Grund zur Aufgabe. Ich fühlte mich an der Stange wie ein Kletteräffchen, da ich viel aus der Armkraft probierte. Ich rutschte enorm und nun ist mir auch klar, warum Poledancer (-innen) so knappe Höschen tragen, denn auf nackter Haut rutscht es weniger.

Pilates

Diesen Termin musste ich ca 2 Wochen im Voraus reservieren, entsprechend hohe Erwartungen hatte ich. Ort des Geschehens Pilatesbody. Ich war erstaunt beim Betreten des Studios, hatte ich mir doch unter Pilates was ganz anderes vorgestellt, ähnlich dem Yoga, einfach auf die Matte und los. Im Pilatesbody sind allerdings besondere Pilatesbänke aufgestellt, welche doch recht merkwürdig erscheinen. Nichtsdestotrotz, Kurs war interessant, anstrengend, sehr intensiv in der Tiefenmuskulatur und ich könnte mir vorstellen, diesen auch regelmäßig zu besuchen.
Fitrate Mitgliedschaft Pilates

Jumping Fitness

Das Jumping Fitness München ist ein kleines Tanzstudio in einem Hinterhof in Schwabing. Trainerin Melanie bietet zwei Mal die Woche die energiegeladenen Trendkurse auf dem Trampolin an. Ohne Vorkenntnisse kann man sofort mitspringen, nur manche Schritte benötigen etwas mehr an Koordinationsaufwand. Das Workout selbst ist anstrengend und mein Puls war mehrmals über 170. Auch dieser Kurs hat Spaß gemacht und schreit nach einer Wiederholung.
Fitrate Mitgliedschaft Jumpingfitness

Athletiktraining (Jezabel Athletics)

Das war für mich das absolute Highlight aller Kurse. Hier nahm ich bei einem wöchentlichen Early Bird Zirkeltraining teil. Man konnte individuell zu verschiedenen Zeiten ab 6 Uhr morgens einsteigen und den Zirkel mit Funfaktor abarbeiten. Jeza die Trainerin gab mir einige tolle Übungen und Tipps für meine Dysbalancen. Sie hat einen großen Erfahrungsschatz in Reha und Prävention.
Fitrate Mitgliedschaft Dehnung

EMS

Wer mein 6 wöchiges Sixpack-Projekt letztes Jahr verfolgt hat, weis, dass ich vom EMS Training begeistert bin. Ich habe mit Fitrate vier unterschiedliche EMS Anbieter getestet. Erstaunt war ich, dass die Anbieter erheblich unterschiedlich waren, in Punkten Intensität, Ausstattung, Spaß und auch Wohlfühlfaktor. Die Studios wireless EMS @trainingslounge und Corpovitalis wurden zu meinem Favoriten und ich freute mich auf das wöchentliche gezielte und vor allem individuelle Training. Hier empfehle ich mehrere Studios auszuprobieren.

Massage

Ein Mal wöchentlich zur Massage gehen, ein Luxus an den man sich gewöhnen könnte. Getestet habe ich hier nur das Lotusblüte nahe Rotkreuzplatz. Es hat mir dort von Anfang an gut gefallen und das Studio ist für mich sehr gut zu erreichen. Des Weiteren waren die Termine unkompliziert und vor allem auch kurzfristig möglich.
Fitrate Mitgliedschaft Massage

SWM Schwimmbäder

Eher zufällig startete mein Kraulkurs gleichzeitig mit der Testphase. Schnell konnte ich feststellen, dass der Eintritt in alle Münchner Schwimmbäder über die Mitgliedschaft abgedeckt ist. Leider ist die Abrechnung derzeit noch ein wenig holprig, wird aber schnell und ohne Probleme von Fitrate bearbeitet. Momentan muss der Beleg monatsgleich per Email zugeschickt werden und die Eintrittsgelder werden dann mit dem nächsten Mitgliedsbeitrag verrechnet.

Ernährungsberatung

Auch zum Thema Ernährung  wird Hilfe angeboten. Ein erstes Beratungsgespräch ist in der Fitrate Mitgliedschaft inklusive und ich fragte bei der Ernährungsberatung JFK nach, was ich in Bezug auf mein Triathlon Training verbessern könnte. Hier konnte ich auch individuelle Fragen stellen und interessante Ansätze erfahren.

Mein Fazit

Hervorzuheben ist defintiv das Preis-/Leistungsverhältnis, denn mit einer festen monatlichen Flatrate, kann man Sport treiben nach Lust und Laune, ohne Bedenken auf zusätzliche Mehrkosten. Dies ist schon ein sehr großer Nutzen und die Kosten bleiben im Rahmen.
Die gegebene Flexibilität ist mehr als alltagstauglich. Wer einen langen Arbeitstag oder einen vollen Kalender hat, findet sicher einen Kurs, welchen er oder sie noch besuchen kann.
Man kann auf Entdeckungstour gehen. Wer Lust hat Neues auszuprobieren, ist mit der Fitrate Mitgliedschaft super beraten. Ich habe viele neue Kurse testen können, was ich sonst nicht entdeckt hätte. So ist es möglich seine Lieblingskurse zu finden.
Und man lernt München und seine Straßen kennen. Der Besuch in neuen Einrichtungen, brachte mich an Orte, an denen ich zuvor noch nicht war.
Im Punkt Motivation hat mich die Fitrate Mitgliedschaft begeistert. Je nach Lust einen Kurs besuchen und danach glücklich darüber sein.
Die Vielfalt hat überzeugt.

Allerdings auch das wäre zu erwähnen:

Der Zeitfaktor ist immens, zumindest habe ich viel Zeit für das Raussuchen der Kurse verwendet. Teilweise sind die Anfahrten zu den Räumlichkeiten etwas länger.
Die Anmeldungen zu Kursen waren vereinzelt ein wenig aufwendig bzw. zeitintensiv. Es gab auch die Fälle, dass ich wegen der komplizierten Anmeldung von dem einen oder anderen Training absah. Man muss sich im Klaren sein, es ist zwar einerseits die Flexibilität gegeben, aber andererseits ist eine spontane kurzfristige Teilnahme nicht immer möglich, sofern vorab eine Anmeldung erfolgen muss. Vor allem die kleinen Studios bzw. die Kurse in kleinen Gruppen benötigen eine gewisse Vorausplanung.
Aktualität der Kurse und Angebote auf der Fitrate Seite sind nicht immer vertrauenswürdig. Ich hatte die Erfahrung gemacht, dass es doch Unterschiede gibt und man besser auf der Webseite des Partners gegen prüft. Vor geschlossenen Türen steht ja niemand gern. In diesem Punkt fände ich eine App empfehlenswert, inklusive der Möglichkeit Anmeldungen direkt darüber zu tätigen und mit Erinnerungs- / Kalenderfunktion. So würde man den Überblick behalten und hätte eine tolle Transparenz über das Gesamtangebot. Da wird sich in Zukunft sicher noch einiges verbessern.
Gestört hat mich, dass man täglich maximal nur einen Partner besuchen kann. Ein Sonntag mit einer morgentlichen Yogaeinheit und abends z.B. einen Fitnesskurs ist somit nicht möglich mit der Fitrate Mitgliedschaft. Aber mittlerweile habe ich gelernt, es gibt nicht so viele Gestörte wie mich mit einem solche Drang nach Bewegung. 😉

Abschließend

Die 3 Monate haben mir sehr viel Spaß bereitet, vor allem, dass man mit der Mitgliedschaft neue Sportarten ausprobieren konnte. Die Vielfalt an Kurse ist einzigartig und kann kein einzelnes Fitnessstudio bieten. Wer sportbegeistert ist und flexibel seine Freizeit gestalten will, ohne sich zu binden, ist mit der Fitrate Mitgliedschaft mehr als gut beraten.
In freundlicher Zusammenarbeit mit FITrate GmbH